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XANTOS Kommentar August 2024

Der Monat August startete mit einem Ausverkauf. Dieser wurde ausgelöst durch eine Mischung von negativen US-Arbeitsmarktdaten sowie der unerwarteten Zinserhöhung der Bank of Japan. Diese Zinserhöhung verursachte die massive Auflösung der «Carry- Trades Yen-USD» (Zinsdifferenzgeschäfte zwischen Yen und USD), wodurch der japanische Aktienmarkt um 20% einbrach. Nachdem ein Grossteil des weltweiten Carry-Trades abgebaut worden ist, reduzierte sich die Marktvolatilität rasch. Die Angst vor einer Wachstumsabschwächung stärkte die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen im September.

Es setzte eine rasche Erholung ein, welche die Verluste von Anfang Monat wieder wettmachte. Allerdings wurden die Märkte mit starken Währungsschwankungen konfrontiert. Der Schweizer Franken tendiert gegen alle anderen wichtigen Währungen zur Stärke. In USD erreichte auch Xantos eine positive Rendite im August. Aufgrund der Frankenstärke konnten die internationalen Indices (in CHF) die Korrektur nicht ausgleichen. Entsprechend zeigt auch Xantos im August in CHF eine negative Monatsrendite. Aufgrund der Angst einer wirtschaftlichen Abkühlung haben im August Konsum und Energie überdurchschnittlich verloren.

Ebenfalls unter Druck stand der Technologiesektor. Dies war teilweise ebenfalls den Konjunkturängsten geschuldet. Zum anderen Teil aber auch den hohen Wachstumserwartungen, welche zunehmend realistischen Szenarien Platz machen müssen. Der Fokus der Marktteilnehmer hat sich weg von den Inflationsdaten hin zu den Konjunktur- und Unternehmensdaten bewegt. Entsprechend wurde die Gewinnsaison durch hohe Schwankungen bei den Aktienkursen begleitet. Sowohl gute als auch schlechte Nachrichten lösten bei den Aktien heftigere Reaktionen aus als üblich.

So profitierte Xantos im Gesundheitssektor von den Positionen Veracyte und Revenio, welche um 26% respektive 16% stiegen. Dieser Beitrag verhalf dem ganzen Sektor in Xantos zu einer schwarzen Null. Immobilienwerte beginnen die erwarteten Zinssenkungen zu adaptieren. Die Immobilien-Positionen UK und Schweden haben im August trotz der Gesamtmarktkorrektur zugelegt. Trotz der schwächelnden Konjunkturdaten scheinen die kleinen Unternehmen optimistischer für die Zukunft zu sein (optimistischste NFIB-Umfrage für kleine Unternehmen seit Februar 2022).

Dennoch bleiben wohl die Investitions- und Beschäftigungspläne der kleinen Unternehmen nach wie vor eher schwach. Die entgegengesetzten Kräfte – eingetrübte Konjunkturaussichten versus erwartete Zinssenkungen – dürften kurzfristig weiterhin für grössere Schwankung an den Märkten sorgen.

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