Die Entwicklung an den Märkten wurde im Januar von der US-Politik, Zinsen und «Deepseek» bestimmt. Trotz vielen Unsicherheiten vermochten die Börsen und insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen einen positiven Jahresstart zu verzeichnen. Während sich die Welt im zweiten Jahr des Zinssenkungszyklus befindet, spielte sich Anfang Jahr an den Märkten das genaue Gegenteil ab. Die langfristige Verzinsung von Staatsanleihen stieg über mehrere Wochen an. Zehnjährige US-Staatsanleihen näherten sich bis Mitte Monat der vielbeachteten Renditeschwelle von 5%, was sich insbesondere auf Immobilienaktien negativ auswirkte.
Mitte Monat setzte eine Beruhigung ein und die Zinsen korrigierten wieder etwas. Der Optimismus von Kleinunternehmen (gemessen durch den National Federation of Independent Business Optimism Index) in den USA stieg im Dezember auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 getragen von der Erwartung einer günstigen Politik unter dem gewählten Präsidenten Donald Trump. Ob sich dieser Optimismus rechtfertigt, ist nach dem drohenden Handelskrieg in Frage gestellt.
Ein kleines Erdbeben an den Börsen hat Ende Monat die Ankündigung eines günstigeren und effizienteren KI-Modells R1 (Konkurrenz zu ChatGPT) der chinesischen Firma Deep Seek verursacht. Die Konkurrenz aus China stellt die grossen KI-Investitionen und hohen Bewertungen in den USA in Frage. Deep Seek dürfte den Wettbewerb beleben und die US-Techkonzerne zu besseren Leistungen anspornen. Profiteure werden schlussendlich nicht die Hersteller von KI oder die Produzenten von Computerchips, sondern die Nutzer der künstlichen Intelligenz sein.
Tiefere Preise bei gleicher Leistung wird die Nutzungsgebühren der KI-Anwender stark reduzieren und Innovationen antreiben, ein Gebiet wo kleine, agile Unternehmen im Vorteil gegenüber trägen Grossfirmen sind. Wir gehen davon aus, dass die Investitionen in KI nicht zurückgehen werden, sondern auch kleinere Firmen ihre Chancen suchen werden. Die Erfahrung von «Deep- Seek» und die derzeitige US-Handelspolitik könnten auch das Ende der Dominanz von US-Tech einläuten.
Transaktionsmässig haben wir mit SoFi Technologies (digitale US-Finanzplattform) und Enova International (US Online Kreditvergabe) zwei Finanztitel gekauft. Ausserdem haben wir eine Position in Belimo (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen) eröffnet und im Gegenzug Beijer verkauft. Weiter wurden die Industriefirmen Sdiptech und Jungheinrich sowie der Betreiber von Themen- und Wasserparks Six Flags Entertainment verkauft.
Dieses Dokument dient reinen Informationszwecken und ist weder eine Kauf- noch eine Verkaufsempfehlung. Ein Kauf von Anteilen sollte auf Grundlage des Prospektes, des KIID sowie der aktuellen Halbjahres- und Jahresberichte erfolgen. Diese Dokumente können von der Webseite bei Swiss Fund Data (www.swissfunddata.ch) heruntergeladen oder kostenlos bei Wyss & Partner bezogen werden. Xantos investiert weltweit in Aktien von kleinen und mittleren Unternehmen und kann grossen Wertschwankungen ausgesetzt sein. Mit einer Anlage sind Risiken verbunden, wozu auch der potenzielle Verlust des eingesetzten Kapitals gehört. Xantos ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von weniger als 6 Jahren aus dem Fonds zurückziehen möchten. Keine der hierin enthaltenen Informationen beinhaltet eine Anlageberatung oder Empfehlungen für Anlage- und sonstige Entscheide. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Gewähr für laufende oder zukünftige Erträge.
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U.S. Bürger und Bürger mit Domizil USA dürfen keine Fondsanteile kaufen.