Xantos erzielte im historisch schwierigen Monat September am Ende ein kleines Plus. Der Monat begann mit einem Ausverkauf. Auslöser waren schlechter als erwartete ISM Manufacturing Daten in den USA. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe stieg zwar im August leicht an, allerdings war der Anstieg getrieben von steigenden Lagern, während die Auftragseingänge stark gesunken sind. Dadurch richtete sich der Fokus der Investoren einmal mehr auf die Wahrscheinlichkeit einer Konjunkturabschwächung in der grössten Volkswirtschaft der Welt. Das verarbeitende Gewerbe schwächelt.
Es ist aber ein immer kleinerer Teil der US-Wirtschaft und seine Stärke bzw. Schwäche als Indikator für den Zustand Wirtschaft erscheint zunehmend fraglich. Nach mehr als vier Jahren senkte das US-Fed im September den US-Leitzinssatz um 50 Basispunkte und leitete damit ihren Zinssenkungszyklus mit einem Paukenschlag ein. Ist die US-Wirtschaft in einem schlechteren Zustand als die Märkte glauben? Während Zinssenkungen in der Regel ein gutes Zeichen für Aktien sind, ist dies normalerweise nicht der Fall, wenn die Fed sich beeilt, eine Rezession zu verhindern.
Der wichtigste Pfeiler der US-Wirtschaft ist der US-Konsument. Es gibt gegenwärtig noch keine Anzeichen einer Verlangsamung der Verbraucherausgaben, die darauf hindeuten würden, dass eine Rezession bevorsteht. Niedrigere Energiepreise und tiefere Zinssätze dürften die Kaufkraft der Haushalte tatsächlich verbessern. In China steigt das Deflationsrisiko. Die Forderungen nach weiteren Massnahmen, um den Teufelskreis sinkender Unternehmensumsätze, Löhne und Ausgaben zu durchbrechen, steigen. Ende Monat wurde denn auch ein grösseres Massnahmenpaket zur Ankurbelung des Wachstums angekündigt.
Verschiedene Investments, welche sensitiver gegenüber von Konjunktur und Konsum sind, wurden abgebaut oder ganz verkauft. Unter anderem wurden Amplifon und GN Store Nord verkauft. Ebenfalls wurden die Sektoren Rüstung, Energie, alternative Energien und Halbleiter reduziert. Nach den grossen Kurssteigerungen bei Rüstungsfirmen wurden zum Teil Gewinne mitgenommen. Mit einer abkühlenden Konjunktur dürfte auch der Energiesektor unter Druck stehen. Insbesondere in Europa erhalten alternativen Energien vermehrt Gegenwind. Der Nutzen, die Rentabilität und die Machbarkeit werden zunehmend hinterfragt.
Im Windschatten von KI und Nvidia haben auch andere Halbleiterhersteller und Ausrüster enorm profitiert. Auch in diesem Bereich wurden Gewinne mitgenommen oder einzelne Titel wie Synaptics ganz verkauft. Geopolitik und Kriege erhöhen derzeit die Volatilität an den Märkten. Die Konjunkturund Zinsentwicklung sind aber viel wichtiger für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten.
Dieses Dokument dient reinen Informationszwecken und ist weder eine Kauf- noch eine Verkaufsempfehlung. Ein Kauf von Anteilen sollte auf Grundlage des Prospektes, des KIID sowie der aktuellen Halbjahres- und Jahresberichte erfolgen. Diese Dokumente können von der Webseite bei Swiss Fund Data (www.swissfunddata.ch) heruntergeladen oder kostenlos bei Wyss & Partner bezogen werden. Xantos investiert weltweit in Aktien von kleinen und mittleren Unternehmen und kann grossen Wertschwankungen ausgesetzt sein. Mit einer Anlage sind Risiken verbunden, wozu auch der potenzielle Verlust des eingesetzten Kapitals gehört. Xantos ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von weniger als 6 Jahren aus dem Fonds zurückziehen möchten. Keine der hierin enthaltenen Informationen beinhaltet eine Anlageberatung oder Empfehlungen für Anlage- und sonstige Entscheide. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Gewähr für laufende oder zukünftige Erträge.
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U.S. Bürger und Bürger mit Domizil USA dürfen keine Fondsanteile kaufen.