Kommentar

XANTOS Kommentar April 2024

Nach dem Motto «Good news become bad news» schürten solide US-Wirtschaftsdaten und höhere Rohstoffpreise zu Beginn des Monats Zweifel am Tempo der geldpolitischen Lockerung. Die Aktienmärkte reagierten negativ auf die daraufhin erneut ansteigenden Zinsen. Das stärkste Erdbeben seit 25 Jahren in Taiwan entfachte kurzfristig Befürchtungen über eine Chip-Verknappung, nachdem der weltweit grösste Chip-Hersteller Taiwan Semiconductor Fabrikbereiche evakuierte. Selbst eine kleine Produktionsverzögerung könnte grössere Auswirkungen auf die gesamte Halbleiterlieferkette haben.

Zum Glück hielten sich die Schäden in Grenzen und es konnte Entwarnung gegeben werden. Zunehmende Spannungen im Nahen Osten (der Krieg gegen Gaza nimmt kein Ende und die Spannungen zwischen Iran und Israel nehmen zu) belasteten die Märkte ab Mitte des Monats. Geopolitische Risiken belasten immer wieder die Märkte. Wenn die Lieferketten dadurch massiv gestört werden, kann das negative inflationäre Auswirkungen mit sich bringen, womit tiefere Zinsen in die Ferne rücken. Ende des Monats verlagerte sich der Fokus von der jüngsten Eskalation im Nahen Osten auf die Unternehmensgewinnentwicklung im 1. Quartal.

Die Hoffnung ist gross, dass sich die Gewinne im laufenden Jahr erholen könnten. Die derzeitigen Gewinnsteigerungen sind auf wenige Megacaps zurückzuführen. Bis jetzt konnten rund die Hälfte der europäischen Firmen die Gewinnerwartungen schlagen. Pharma und Medtech weisen mehrheitlich enttäuschende Ergebnisse auf. Dies widerspiegelt sich auch in der Kursentwicklung der jeweiligen Aktien. Ein genauerer Blick auf die Bewertungen zeigt, dass die Aktienbewertungen weltweit immer noch recht attraktiv sind.

Mit Ausnahme der grössten Technologieaktien notiert der S&P 500 zum etwa 18-Fachen der prognostizierten Gewinne für 2024. Die Frage bleibt, wann sich der Aktienmarkt in die Breite entwickeln kann. Erste Anzeichen lassen sich bereits erkennen. Die Zinssenkungen dürften in Europa früher Realität werden. Wir fokussieren uns deshalb in Europa auf potenzielle Profiteure von sinkenden Zinsen, also zinssensitive Sektoren wie Immobilien, Versicherungen oder zyklischer Konsum. Im April wurde der Anteil im Technologiesektor, insbesondere Halbleiter und Software, leicht reduziert.

Ausserdem haben wir Rheinmetall nun ganz verkauft. Aufgebaut wurden vor allem Industriewerte (u.a. eine neue Position in Generac, ein Hersteller von stationären Standby-Generatoren). Teure Technologieaktien werden weiter reduziert und durch attraktive bewertete Firmen ersetzt, welche gute Aussichten auf Margenverbesserungen und Gewinnsteigerungen haben.

Wichtige Informationen

Dieses Dokument dient reinen Informationszwecken und ist weder eine Kauf- noch eine Verkaufsempfehlung. Ein Kauf von Anteilen sollte auf Grundlage des Prospektes, des KIID sowie der aktuellen Halbjahres- und Jahresberichte erfolgen. Diese Dokumente können von der Webseite bei Swiss Fund Data (www.swissfunddata.ch) heruntergeladen oder kostenlos bei Wyss & Partner bezogen werden. Xantos investiert weltweit in Aktien von kleinen und mittleren Unternehmen und kann grossen Wertschwankungen ausgesetzt sein. Mit einer Anlage sind Risiken verbunden, wozu auch der potenzielle Verlust des eingesetzten Kapitals gehört. Xantos ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von weniger als 6 Jahren aus dem Fonds zurückziehen möchten. Keine der hierin enthaltenen Informationen beinhaltet eine Anlageberatung oder Empfehlungen für Anlage- und sonstige Entscheide. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Gewähr für laufende oder zukünftige Erträge.

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